Unsere Wanderreise „LOFOTEN – Nordnorwegen“ geplant und durchgeführt mit Gruber Reisen

Unsere Wanderreise „LOFOTEN – Nordnorwegen“ geplant und durchgeführt mit Gruber Reisen

Geschrieben am 11.07.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Wo liegen die Lofoten?

Die Lofoten liegen in Nordnorwegen und erstrecken sich etwa 100 – 300 km nördlich des Polarkreises. Laut Google Maps Routenplaner ist man mit dem Auto 39 Stunden auf einer Strecke von ca. 3200 km unterwegs. Wir sind diesmal sehr bequem und gemütlich und mit besten Service der Austrian Airline nur ca. 4 Stunden Flugzeit unterwegs gewesen.



Abbildung: Die Lofoten liegen in Nordnorwegen ca. 100 bis 300 km nördlich des Polarkreises.

 

Die Lofoten aus Wandersicht in Kürze beschrieben?

Fünf Insel mit Brücken und Tunnel verbunden, eiszeitliche geprägte Landschaft, schroffe und abgeschliffene Gipfel, Fjorde, Moore, Seen, weiße Sandstrände, abwechslungsreiche Wanderungen, wenig Markierungen, Auf- und Abstiege oft kurz und giftig!

Fazit: Ein Paradies für Wanderer!



Foto: Die erste Wanderung auf den Lofoten – traumhafte Landschaft und unglaublich schönes Wetter.

 

Die wichtigsten Informationen von der Wanderreise 2018 zusammengefasst:

  • Sa., 30.06.2018 Direktflug Wien –  Tromsø; Einstiegswanderung und Nächtigung in Tromsø
  • So., 01.07.2018 Tages-Busfahrt nach Reine (Lofoten)
  • Mo., 02.07.2018 Ein Wanderklassiker: Zur Munkebu-Hütte
  • Di., 03.07.2018 Wanderung zum weißen Sandstrand zur Kvalvikabucht
  • Mi., 04.07.2018 Auf die weite Hochfläche der Ballstadheia
  • Do., 05.07.2018 Ein besonderer Gipfel – Himmeltindan mit Mitternachtssonne am Strand
  • Fr., 06.07.2018 Gemütlicher Vormittag in Reine und eine kleine Abschlusswanderung
  • Sa., 07.07.2018 Fähre von Moskenes nach Bodø und Stadtspaziergang; Direktflug Bodø – Wien

 

Wie sind wir auf die Idee gekommen eine Wanderreise auf die Lofoten anzubieten?

Wir haben in den letzten Jahren eher südliche Destinationen wie Mazedonien, Mallorca, Madeira usw. ausgewählt. Da wir noch nie in den Skandinavischen Ländern gewesen bzw. gewandert sind, haben wir uns gleich für eine sehr nördliche Wanderregion entschieden. Da es auch einen Rother Wanderführer über die Lofoten gibt, ist die Wahl recht schnell gefallen. LOFOTEN wir kommen. Die Vorbereitungsreise haben wir auch im Lifestyle Magazin DIE STEIRERIN veröffentlicht.

Hier kannst Du unsere Geschichte vom Sommer 2017 nachlesen.


Unsere Vorbereitungsreise LOFOTEN 2017



Foto: MI – SA, 2. – 5.8.2017 Laaaaange Anreise

60 Stunden Anreise ...

So ein Abenteuer ganz oben im Norden hat seinen Preis: Unsere Anreise dauert von Mittwoch bis Samstag, sage und schreibe 60 Stunden. Davon sitzen wir 47 Stunden im Zug. Wir steigen am Donnerstag in Knittelfeld ein, fahren über Wien, Hamburg, Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Trondheim, Bodo mit dem Zug, von dort nach Moskenes auf den Lofoten weiter mit der Fähre. Am Samstag endlich am Campingplatz angekommen, bauen wir das Zelt auf und üben uns beim Angeln. Es werden nur zwei Minifische, die wir zurück ins Meer werfen. Ein freundlicher Holländer schenkt uns zwei Makrelen, die vorzüglich munden. Unser erster Radausflug geht in den Ort A, was übersetzt „Bach“ heißt, 23 Gebäude und 100 Einwohner zählt. Obwohl das Wetter nebelig und kühl ist, spielt sich das Leben auf den Lofoten draußen ab – mit Haube und Daunenjacke. Gegen 23 Uhr gehen wir schlafen, obwohl uns die Mitternachtssonne noch ins Gesicht scheint.



Foto: DIENSTAG, 08.08.2017 Los geht’s!

Einfach überwältigend

Die Landschaft ist herrlich! Überall Wasser, die Berge ragen direkt aus dem Meer bis 1.146 Meter (der höchste Berg Higravstindan) Höhe. Die Wanderwege sind nicht gut markiert, das Gehen wird mitunter zur Odyssee, auf die Gipfel geht es oft über die kürzesten, also steilsten Routen, die oft nass, rutschig und bei Regen nicht begehbar sind. Heute gehen wir auf den Tekoppstetten, es ist sonnig und wärmer als zuletzt. Die Sonne scheint immer wieder und wir sehen das erste Mal diese wunderschönen Farben des Nordens. Die intensiven Blau- und Grün-Töne.



Foto: FREITAG, 11.08.2017 Es gibt kein schlechtes Wetter …

Bye-bye, Zelt

Einmal regnet es, dann scheint die Sonne. Heute fahren wir aufgrund des Schlechtwetters mit dem Bus nach Leknes, dem Zentrum der Insel, genießen Kaffee und Kuchen, derweil es am Campingplatz beinahe unser Zelt wegweht. Der Sturm macht uns quartierlos, es gibt keine alternative Schlafmöglichkeit, alles ausgebucht! Verzweifelt gehen wir zum Biertrinken und klagen der Kellnerin unser Leid. Ihre Mama, eine Kurdin, die kein Wort Englisch spricht, nimmt uns auf.



Foto: DIENSTAG, 15.08.2017 Zum Schwimmen definitiv zu kalt.

Traumstrand

Bis das Zelt repariert ist, mieten wir uns eine Fischerhütte. Wie schön! Wenn es das Wetter irgendwie zulässt, wandern wir, ziehen die Regenhose an, ziehen sie aus. Heute radeln wir Richtung Haukland, einer der schönsten Strände Norwegens. Weißer Sandstrand, türkisblaues Meer! Wir stellen die Räder ab und gehen auf den fast 1.000 Meter hohen Himmeltindan. Eine Tour nach Silvias Geschmack: auf geradem Weg zum Gipfel, kurz und giftig.



Foto: MITTWOCH, 16.08.2017 Wasser, Marsch!

Der Regen nervt

Wir fahren mit dem Rad nach Eggum, gegen Mittag wollen wir loswandern. Es beginnt zu regnen und hört nicht mehr auf. Heute begegnen uns nur Schafe, auch das Surferparadies Unstad ist menschenleer. Wir rutschen auf den oft recht ausgesetzten Stellen dieser sehr anspruchsvollen Wanderung. Zurück mit dem Rad beim Campingplatz sind wir durch und durch nass. Auch unser Zelt! Schön langsam haben wir genug von der Nässe.



Foto: DONNERSTAG, 17.08.2017 Traumhafter Ausblick

Perfektes Wetter

Wir radeln durch die traumhafte Moorlandschaft nach Hov. Natur pur, ein Traum! Der Berg ist nur knapp 400 Meter hoch und zieht Wanderer an, die dort die Mitternachtssonne bestaunen. Zudem bietet sich ein fantastischer Blick auf die moorige Hochebene und das Meer. Welch perfektes Wetter heute! Wir genießen unser Bier am weißen Sandstrand und werden schon etwas melancholisch, wenn wir an unseren Abschied denken.



Foto: SAMSTAG, 19.08.2017 Letzte Wanderung

Wehmütiger Abschied

Ein Traumurlaub geht zu Ende, wir bereiten uns auf 60 Stunden Rückreise vor. Wir sind 90 km marschiert, haben 5.500 Höhenmeter zurückgelegt und saßen 320 Kilometer und 2.500 Höhenmeter auf dem Fahrrad. Kostspielig war es – bis zu 50 Prozent teurer als bei uns –, im Restaurant zahlten wir für das kleine Bier acht Euro. Unsere letzte Tour, eine ausgesetzte Wanderung bei wolkenlosem Himmel, war der perfekte Abschluss unserer Abeuteuerreise. Lofoten, wir kommen wieder!

 

Wir freuen uns schon auf unsere Erlebnisse im Sommer 2018. 

Liebe Grüße aus dem Norden. Elisabeth und Silvia