13. Etappe: Von Eisenerz auf die Bärnsbodenalm

13. Etappe: Von Eisenerz auf die Bärnsbodenalm

Geschrieben am 19.07.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Donnerstag, 19.7.2018

Wanderdaten: 5 Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 6 Stunden) auf ca. 20 Kilometer und 1200 Höhenmeter bergauf und 370 Höhenmeter bergab.

Weitwanderfinessen:

  • Körperpflege: Brunntrog auf der Fobisalm und ein Waschbecken mit Kaltwasser auf der Bärnsbodenalm
  • Regenschutz getragen: 0 Minuten

 

Wir starten heute mit unserem zweiten großen Abschnitt des Weitwanderweges und somit mit der 13. Etappe in Eisenerz. Ursprünglich wollten wir erst morgen wegwandern, doch aufgrund der Wettervorhersage planen wir kurzfristig um, denn gerade über das Hochschwabmassiv ist schlechtes Wetter nicht unbedingt zu empfehlen ;-)

Der Tag hat für Silvia recht früh begonnen. Sie ist um 3.30 Uhr aufgestanden, um eine Guten-Morgen-Wanderung zum Wildsee (Seetaler Alpen) zu führen. Somit hat sie gleich mal 12 km und 600 Höhenmeter in den Beinen, als wir um 15.30 Uhr in Eisenerz losstarten. Da wir eine lange Etappe vor uns haben, lassen wir uns auch beim Leopoldsteiner See kaum Zeit und das ist uns gar nicht leicht gefallen, da die heißen Temperaturen regelrecht zum Baden einladen.


Video: Elisabeth und Silvia beim Leopoldsteinersee – es ist sehr heiß und der See lädt förmlich zum Baden ein. Aber leider, keine Zeit…. Wir müssen weiter.

Vom Leopoldsteinersee wandern wir die erste Stunde eben dahin, bis dann endlich die bevorstehenden Höhenmeter beginnen. Zum Teil ist der Weg ein perfektes Bauch–Beine–Po–Training, wobei der Po bei dieser Steilheit am intensivsten trainiert wird. Zu unserer Überraschung sehen wir entlang dieses steilen Fahrweges Spuren von einem Fahrzeug auf 4 Rädern. Wer auch immer hier mit einem Fahrzeug unterwegs ist, wir sind überglücklich, dass wir diese steilen Teilstücke gehen dürfen – wir würden hier NIE Auto stoppen.



Foto: Ein richtig steiler Weg und somit ein perfektes Bauch-Beine-Po-Training. Leider sieht man auf einem Foto nie, wie steil es wirklich ist.

Endlich auf der Fobisalm und somit auf einer Seehöhe von 1400 m gegen 20.00 Uhr angekommen, waschen wir uns bei einem Brunnen. Zwar war das Wasser sehr kalt, aber trotzdem ein wahrer Genuss, da wir beim Aufstieg richtig ins Schwitzen gekommen sind. Silvia schaut aufs GPS und teilt mir so nebenbei mit, dass um 20.52 Uhr die Sonne untergeht.



Foto: Unser Outdoor-Badezimmer …

Na dann….. Wir wandern weiter durch eine wunderbare Dolinenlandschaft mit großen Latschenflächen und schönen Ausblicken auf mächtige Kalkwände. Einen wunderschönen Anblick haben wir auch: Ein Hirsch mit einem großen Geweih geht nicht weit weg von uns durch die Latschen. Gewaltig, kann man nur sagen.
Doch so richtig zum Genießen kommen wir nicht, da es Zeit wird, die Hütte zu erreichen.

Als wir kurz nach 21.00 Uhr die Bärnsbodenalm erreichen, waren nicht nur wir, sondern auch die Haltersleut froh. Sie haben sich schon Sorgen um uns gemacht. Die Halterin Grete hat uns gleich mal mit einem riesengroßen Suppentopf und einem Bier versorgt.



Foto: Wir freuen uns sehr, die beleuchtete Halterhütte auf der Bärnsbodenalm zu sehen.

Es ist eine kleine Hütte und so wie man sich eine Halterhütte vorstellt. Der Spitzboden wurde als Lagerraum ausgebaut und wir waren die einzigen Gäste. Juhu …. Kein Schnarchen. Gegen 23.00 Uhr sind wir nach einem guten Essen und einem sehr netten Gespräch mit dem Ehepaar Grete und Walter schlafen gegangen.

Fazit: Heiß, steil und eine originale Halterhütte zum Schlafen

 

Unser Einkehr- und Nächtigungstipp, wenn es um eine „echte“ Halterhütte geht.

Bärnsbodenalm
Grete und Walter Österrreicher
Tel. 0043 660 1875232

 

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In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

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