Archäologische Wanderung in Strettweg

Archäologische Wanderung in Strettweg

Geschrieben am 04.08.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Wir sind mittlerweile in Knittelfeld angekommen und widmen uns unseren Wanderungen in der Region Murtal. Eine dieser Wanderungen war diesen Donnerstag,  nämlich eine archäologische Wanderung auf den Falkenberg / Judenburg. In diesem Blog kannst Du darüber lesen.
Vorschau für den Weitwanderweg „Vom Gletscher zum Wein“: In den nächsten Tagen werden wir unsere Erlebnisse bis nach Anger bei Weiz nachschreiben. Spannende Begegnungen, himmlisches Essen und eine wanderbare Region rund um das Almenland erwarten Dich in den nächsten Blogs. Am Montag geht es weiter.


Ganz liebe Grüße aus Knittelfeld senden Dir Elisabeth und Silvia



Foto: Wir gehen auf Anger bei Weiz zu – Ende der 25. Etappe. Fortsetzung folgt ;-)

Archäologie und Wandern … eine perfekte Kombination.

Unter dem Motto „Komm mit zum Wandern“ veranstaltet die ARGE Region Murtal in diesem Jahr mit uns gemeinsam geführte Wanderungen. Bei der Wanderung am Donnerstag war das Archäologenteam Susanne Tiefengraber, Stefanie Gaberz und Regina Klöckl mit dabei. Den Teilnehmern wurden während der Wanderung grundlegende Inhalte der Eisenzeit vermittelt und im Speziellen die Informationen zu den Ausgrabungen rund um den Falkenberg. Diese Wanderung war eine perfekte Kombination aus einer leichten Tour und spannender Wissensvermittlung.

Wanderdaten: ca. 11 km und 250 Höhenmeter



Foto: Stefanie, Susanne und Regina

Eine kurze Zusammenfassung der thematischen Inhalte ist hier zum Nachlesen:
„Auf dem Falkenberg bei Strettweg (Judenburg) befand sich in der Älteren Eisenzeit, auch genannt Hallstattzeit (800–450 v. Chr.), die bedeutendste Siedlung der Region Aichfeld/Murboden. Noch heute sind für den aufmerksamen Wanderer auf den bewaldeten Hängen des Falkenberges künstlich angelegte Terrassen sichtbar, auf denen einst die aus Holz errichteten Häuser ihrer Bewohner standen. Die Siedlung zeichnete sich nicht nur durch eine günstige strategische Position am westlichen Ende eines fruchtbaren inneralpinen Beckens, sondern vor allem auch durch ihre spezielle Lage an überregionalen Verkehrs- und Handelswegen aus. Auf ihrem Weg nach Hallstatt zogen hier Händler mit Tauschwaren und Luxusgütern aus dem Süden vorbei. Vermutlich trugen die Eisenvorkommen auf dem Falkenberg zur Erhöhung des Wohlstandes und der Macht ihrer Bewohner bei, sodass eine „fürstliche“ Elite entstehen konnte. Die reiche Ausstattung ihrer Grabstätten spiegelt deren wirtschaftliches und kulturelles Potential wider.



Foto: Susanne beim Vortrag in Strettweg / Judenburg

Der 1851 entdeckte „Kultwagen von Strettweg“ ist eines der bedeutendsten und weithin bekannten archäologischen Fundstücke der Steiermark. Er war Teil der reichen Grabausstattung einer hochgestellten Frau, deren Wohnsitz sich wahrscheinlich einst auf dem Falkenberg befand. Neben diesem bereits seit langer Zeit bekannten Hügelgrab gibt es zahlreiche weitere in der Ebene östlich des Falkenberges. Im Jahr 2012 wurde etwa das bisher einzige ungestörte Grab eines mit Prunkwaffen ausgestatteten „Fürsten“ untersucht. Im Rahmen der bisherigen Forschungen trat die herausragende und überregionale Bedeutung der Region rund um den Falkenberg in der älteren Eisenzeit/Hallstattzeit immer deutlicher hervor, doch noch sind nicht alle Fragen geklärt – Vieles wartet noch auf eine eingehende wissenschaftliche Untersuchung“.



Foto: Pause bei der Kapelle in Waltersdorf

 

Vielen DANK für die Zusammenarbeit an Susanne, Stefanie und Regina.