2. Etappe: Vom Guttenberghaus über die Grafenbergalm zum Steinerhaus – Stoderzinken

2. Etappe: Vom Guttenberghaus über die Grafenbergalm zum Steinerhaus – Stoderzinken

Geschrieben am 08.06.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Wanderdaten: 6 Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 8 ½ Stunden) auf 17 Kilometer und 950 Höhenmeter bergab und 650 Höhenmeter bergauf.

Es gibt nichts Schöneres, als einen guten Kaffee am Berg auf über 2100 m Seehöhe mit Blick auf ein Wolkenmeer über dem Ennstal. Ein paar Schafe und wir sind die einzigen vor der Hütte, sehr gemütlich ;-)

Der Wetterbericht klingt heute sehr gut und das ist für diese Etappe am Plateau auch gut so. Wir beginnen den Tag gemütlich, lassen uns schön Zeit und starten gegen 8.00 Uhr. Ein kurzer Aufstieg vom Guttenberghaus und vor uns liegt eine der schönsten Karstlandschaften der Steiermark.



Foto: Der Kaffee auf über 2100 m Seehöhe beim Guttenberghaus schmeckt herrlich.

Immer noch rutschen wir über vereinzelte Schneefelder, die aber immer weniger werden. Wir wandern kontinuierlich bergab und die Vegetation verändert sich. Es blüht vermehrt am Weg!

Wir finden unseren Gehrhythmus und haben erstmalig das Gefühl, am Weitwanderweg „Vom Gletscher zum Wein“ angekommen zu sein.



Foto: Es blüht am Weg vom Guttenberghaus zum Stoderzinken.

Wir gehen so dahin und konzentrieren uns auf den teils anspruchsvollen Weg. Seit wir vom Gletscher weggewandert sind, haben wir keine Menschenseele am Weg getroffen. Umso überraschter sind wir, als ein Pärchen uns mit einem noch größeren Rucksack entgegen kommt. Die Beiden sind 5 Monate von Wien nach Nizza unterwegs. So relativiert sich Wegstrecke und Zeit!!!! Wir gehen gerade mal den 2. Tag und werden bis Eisenerz 12 Tage brauchen.



Foto: Eva und Georg unterwegs von Wien nach Nizza.

Nach ca. 3 Stunden kommen wir auf die Grafenbergalm (1783 m). Günter vom Guttenberghaus hat uns erzählt, dass der Schriftsteller Bodo Hell die Grafenbergalm bewirtschaftet. Zur Zeit ist noch niemand hier … SCHADE für uns!



Foto: Auf der noch ruhigen Grafenbergalm.

Nach einer längeren Pause geben wir wieder Gas. Drei Stunden Gehzeit liegen noch vor uns bis zum Steinerhaus.  Der Weg führt auf und ab und wir kommen in wunderschöne Latschen- und Waldgebiete. Ein besonderes Hinweisschild für alle, die Karstlandschaften lieben, ist direkt neben einer kleinen, aber feinen, Doline zu sehen.



Foto: Für eine Geografin sicherlich eine der coolsten Hinweistafeln!!!

Die letzten Kilometer verlaufen etwas monoton und wir freuen uns schon auf den Kaffee und Kuchen beim Steinerhaus. Endlich angekommen, gönnen wir uns eine Pause. Ohne Rucksack – welch eine Wohltat – wandert es sich leichter auf das nahegelegene Friedenskircherl und weiter auf den Stoderzinken. Mit einer traumhaften Aussicht bis zum Dachstein, einer wunderbaren Abendstimmung und einem vorzüglichem Abendessen lassen wir den Tag ausklingen.



Foto: Die Friedenskirche auf dem Stoderzinken – mit Blick auf das Ennstal und die Schladminger Tauern.

 

Fazit: Silvia wollte schon immer über das Dachsteinplateau …. somit Wunsch erfüllt.

 

Unser Einkehr- und Nächtigungstipp mit sehr gutem Essen:
Berggasthof Steinerhaus
Christine Steiner
Tel. 0043 / 3686 2646
info@steinerhaus.at
www.steinerhaus.at

 

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In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

Eine Buchvorbestellung ist ab Jänner 2019 möglich!
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