11. Etappe: Von der Heßhütte in die Radmer

11. Etappe: Von der Heßhütte in die Radmer

Geschrieben am 17.06.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

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Wanderdaten:  6,5 Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 8,5 Stunden) auf 21 Kilometer mit 600 Höhenmeter bergauf und 1600 Höhenmeter bergab.

Das Frühstücksbuffet kann sich sehen lassen. Wir sind viel unterwegs, aber auf einer „Hütte“ hatten wir noch nie so eine Auswahl. Wir packen unseren Rucksack und freuen uns schon auf die 11. Etappe. Das Wetter schaut vielversprechend aus, lediglich am Nachmittag kann es zu Gewittern kommen. Es ist ja kaum zu glauben, aber seit wir hier auf dem Weitwanderweg unterwegs sind, hatten wir bis auf einen „Regennachmittag“ immer perfektes Wanderwetter. 


Video: Guten Morgen von der Heßhütte auf 1700 m Seehöhe.

Die Aussage: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung“ kennt wohl jeder Wanderer. Wir haben für diese Wandersaison eine neue Wandermarke entdeckt und testen gerade die Bekleidung und bedanken uns bei Andreas Schreilechner für die großartige Zusammenarbeit. Gleich mal vorab zur Info für Euch: www.my-hyphen.com



Foto: Ein steiler Abstieg zum Sulzkar – auf jeden Schritt muss geachtet werden!

Ein kurzes Stück müssen wir von der gestrigen Etappe zurückgehen. Das Sulzkar, mit einer großartigen Kulisse, liegt vor uns. Der Weg hinab ist rutschig und steil, deshalb  passen wir bei jedem Schritt auf.  An dieser Stelle gleich eine wichtige Regel für jeden Wanderer: Beim Abstieg immer aus den Schlaufen der Stöcke raus und stehenbleiben, um die Aussicht zu genießen.

Bei der Sulzkarhütte angekommen, machen wir eine Pause und lernen Alfred Schweighart kennen, den Halter von der Hütte. Er ist den ersten Sommer hier und kümmert sich um circa 70 Stück Vieh auf der Alm. Er erzählt uns mit Begeisterung von seinem Tagesablauf und auch von seinen Hobbies, wie Schnitzen und Musizieren. Als er dann sein Alphorn auspackt und uns vorspielt, sind wir sichtlich überrascht.


Video: Silvia bekommt ihre erste Alphornstunde von Fredl, dem Halter von der Sulzkarhütte.

Bei Fredl haben wir letztendlich mehr Zeit verbracht, als gedacht. Die Begegnung mit ihm war eine Bereicherung für diesen Tag, sowohl musikalisch, als auch menschlich.
Und hier gleich eine Bitte an alle Wanderer, die diesen Sommer bei der Hütte von Fredl vorbeikommen, richtet ihm bitte liebe Grüße von uns aus.



Foto: Die Sulzkarhütte liegt harmonisch in den Gesäusebergen.

Auch heute finden wir am Weg wieder zahlreiche Orchideen. Ein Blumenmeer, soweit das Auge reicht. Wir wandern talabwärts in Richtung Hartelsgraben entlang einer Forststraße, um dann noch einen Aufstieg zur Haselkaralm zu machen. Es ist schwül und heiß, dabei kommen wir ins Schwitzen. Bei einem Bacherl kühlen wir uns ab und weiter geht´s. Ein paar dunkle Wolken erhöhen unser Schritttempo etwas.



Foto: Angekommen in der Radmer.

Der Abstieg führt mehr oder weniger direkt in einer Linie bergab. Gerade im oberen Teil ist der Weg ausgesetzt und wir sind sehr froh, dass es trocken ist und uns kein Gewitter im Nacken sitzt. Wir genießen den Ausblick ins Tal und finden viele Fotomotive. Der Weg ist, wie Silvia gern zu sagen pflegt: Kurz und knackig! Zum Abschluss der heutigen Etappe steht uns jetzt noch ein „Straßenhatsch“ bevor, da wir von Radmer/Hasel nach Radmer/Stube gehen. Müde, aber sehr zufrieden, kommen wir beim Gasthaus zum Erzberg an und essen Fisch mit Kartoffeln. Ein Traum!

 

Fazit: Steile Abstiege, schöne Almflächen und zahlreiche Orchideen!

 

Einkehr- und Nächtigungstipp:

Gasthof zum Erzberg
Stube 51, 8795 Radmer
0043 3635 2145
heiml.dora@gmail.com
www.gh-erzberg.at

 

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In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

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