4. Etappe: Von den Giglachseen zur Keinprechthütte

4. Etappe: Von den Giglachseen zur Keinprechthütte

Geschrieben am 17.09.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Sonntag, 16.09.2018

Wanderdaten:

  • 3 Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 5 Stunden)
  • Ca. 8 Kilometer und 600 Höhenmeter im Aufstieg und 700 im Abstieg
  • Gulasch mit Semmelknödel und Salat und am Nachmittag einen traumhaft guten Kaiserschmarrn

Bedeutsam für diese Etappe:

  • Kurze Etappe, sozusagen eine „Ausrastwanderung“
  • Schmale Wege, wunderschön angelegter Weg in Serpentinen
  • Einige Passagen sind, wie Silvia zu sagen pflegt: kg – kurz und giftig
  • Alternative bei Schlechtwetter: keine

Weitwanderfinessen:

  • Körperpflege: Warmwasserdusche um € 5,--
  • Regenschutz getragen: gar nicht ;-)
  • Schlafplatz in einem gemütlichen Zimmer

 

In der letzten Nacht hatten wir die Gelegenheit, in einem Lager zu schlafen. Vor allem Elisabeth mag das gar nicht und zwar aufgrund einer schlechten Erfahrung in den Karnischen Alpen. Dort mussten wir ein Schnarchkonzert aushalten und seit damals sind wir traumatisiert. Heute Nacht hat niemand geschnarcht …. Gott sei Dank. Trotzdem war es keine erholsame Nacht, da manche Wanderer nicht wissen, wie man sich in einem Lager verhält. Somit eine Bitte an alle Wanderer: Bitte respektiert die Nachtruhe und versucht euch leise und rücksichtsvoll zu verhalten.



Foto: Blick von der Rotmandlspitze auf die Giglachseen

Wir gehen über die Giglachseen wieder zurück zur Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“. Die heutige Etappe ist kurz und das Wetter ein Traum, somit lassen wir uns Zeit und machen viele Fotos.

Der Weg bis zu den historischen Knappen-Behausungen ist moderat ansteigend und perfekt, um seinen Körper auf Betriebstemperatur zu bringen. Der Blick zurück auf die Giglachseen begleitet uns während des gesamten Aufstiegs bis zum Rotmandlspitze, dem höchsten Punkt dieses Tages auf 2453 m Seehöhe. Ab nun ab geht es im steinigen Gelände bergab.

Nach der Krueckscharte öffnet sich ein wunderbarer Blick in das Kar der Keinprechtalm mit der gleichnamigen Alpenvereinshütte. Teilweise sehen wir auch vor uns den Wegverlauf der morgigen Etappe in Richtung Gollingscharte.



Foto: Abstieg von der Krueckscharte

Der Abstieg ist in Serpentinen angelegt und wir nähern uns Höhenmeter für Höhenmeter dem heutigen Etappenziel. Im Kar angekommen, begrüßen uns lautstark Murmeltiere, die sich von unseren Filmaufnahmen beim Sonnenliegen gestört fühlen.


Video: Kurz vorm Aufstieg zur Keinprechthütte

So früh sind wir selten bei einer Hütte, doch gerade das ist mitunter sehr angenehm beim Weitwandern. Wenn man mehrere Tage unterwegs ist, kann so eine „Erholungswanderung“ sehr gut tun.  Wir genießen die Wärme auf der Terrasse und unterhalten uns nett mit den anderen Wanderern.



Foto: Die Keinprechthütte in der Nachmittagsonne

Für den ersten Durst bestellen wir einen legendären Sodaradler und im Anschluss belohnen wir uns noch mit einem Kaffee und einem hausgemachten Kaiserschmarrn – unglaublich guat ;-)



Foto: Der Kaiserschmarrn auf der Keinprechthütte ist ein TRAUM!

Erhard, der Hüttenwirt, erzählt von der Bergbaugeschichte der Region und von seinen zahlreichen Erlebnissen auf der Hütte. Bei einem Glas Rotwein lassen wir den Tag ausklingen und freuen uns auf eine ruhige Nacht. Und das Beste kommt zum Schluß: eine heiße Dusche vorm Schlafengehen ;-)

 

Fazit: Kurze Wanderung mit hochalpinem Charakter und dem besten Kaiserschmarrn

 

Unser Einkehr- und Nächtigungstipp:

Keinprechthütte (1872 m)
Erhard Fischbacher
Hüttentel.: 0043 664 4330346
keinprechthuette@fischbacher-rohrmoos.at
www.keinprechthuette.at

Ausstattung:
Matratzenlager: 38
Zimmerlager/Betten: 11
Öffnungszeiten vom 15. Juni bis zum 1. Sonntag im Oktober

 

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In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

Eine Buchvorbestellung ist ab Jänner 2019 möglich!
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