5. Etappe: Von der Keinprechthütte zur Gollinghütte

5. Etappe: Von der Keinprechthütte zur Gollinghütte

Geschrieben am 18.09.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Montag, 17.09.2018

Wanderdaten:

  • 6 Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 8 Stunden)
  • Ca. 10 Kilometer und 970 Höhenmeter im Aufstieg und 1140 im Abstieg
  • Frittatensuppe und Wienerschnitzel mit Salat

Bedeutsam für diese Etappe:

  • Zwei Scharten, eine gemütliche Hütte für die Pause und der Hochgolling zum Greifen nahe
  • Wieder mal, wie Silvia zu sagen pflegt: kg – kurz und giftig
  • Alternative bei Schlechtwetter: Tälerbusvariante: Eschachalm / Schladming / Parkplatz GH Riesachfall

Weitwanderfinessen:

  • Körperpflege: Warmwasserdusche um € 4,--
  • Regenschutz getragen: gar nicht ;-)
  • Juhu … wir haben ein 2-Bett-Zimmer

 

Am Vorabend haben wir noch unsere „Hausaufgaben“ gemacht und den Blog für den Tag geschrieben. Es war angenehm ruhig in der Nacht, wodurch wir ausgeschlafen bereits um 7.15 Uhr die erste Tasse  Kaffee auf der Terrasse vor der Hütte trinken.



Foto: Unser Schlafgemach auf der Keinprechthütte

Noch liegt die Hütte im Schatten und es ist angenehm kühl. Zwei Hasen flitzen in der Nähe herum und in den steilen Hängen sind Schafe zu sehen, die in den obersten Winkeln auf felsigem Gelände herumsteigen. Wir unterhalten uns gemütlich mit Erhard und erwarten auch die ersten Sonnenstrahlen, die pünktlich um 8.15 Uhr die Hütte beleuchten. Dann wird es Zeit, endlich loszugehen, da eine anstrengende Tagesetappe vor uns liegt.



Foto: Mit Erhard vor der Keinprechthütte

Die Wege sind auch heute wieder gut markiert und eindeutig zu sehen, lediglich ein paar Schafe versperren uns den Weg. Der Aufstieg bis zur Trockenbrotscharte liegt im Schatten, was die Sache ungemein erleichtert. Auch heute haben wir wieder einen wunderschönen Blick in Richtung Dachsteinmassiv und ein traumhaftes Bergwetter in den Schladminger Tauern. Wir haben echtes Glück ;-)



Foto: Die Wegmarkierungen sind eindeutig

Nur wenige Wanderer kommen uns entgegen, dafür zwei sehr sympathische Jäger, die auf „Mangei“ gehen. Für all jene, die das Wort nicht kennen, so wie wir auch, damit sind Murmeltiere gemeint. Im Gespräch sind wir draufgekommen, dass wir eine gemeinsame Bekannte auf der Tauplitzalm haben. Die Welt ist klein ;-)



Foto: Eine nette Begegnung am Weg

Der Abstieg zur Landawirseehütte (1985 m) ist gemütlich und wir haben den Hochgolling immer im Blick. Bevor wir den nächsten Aufstieg in Richtung Gollingscharte in Angriff nehmen, stärken wir uns bei der Hütte. Heute ist es ruhig und der Hüttenwirt erzählt uns von seinem ersten Hüttenjahr hier oben. Eigentlich wollten wir nur einen Kaffee trinken, letztendlich haben wir „Alpenpommes“ – Erdäpfelblattl überbacken mit Kas und Speck und Sauerrahmsoße – gegessen und einen Sodaradler dazu getrunken. Und das noch vor Mittag ;-)



Foto: Ein g´schmackiges Vormittagsessen – „Alpenpommes“ mit dem Hochgolling im Hintergrund

Nun nehmen wir die zweite Scharte für diesen Tag in Angriff - die Gollingscharte (2326 m). Der Weg ist kurz und giftig, jedoch hat es von weitem anstrengender ausgeschaut. Der Weg ist wunderschön angelegt und in 1 ½ Stunden haben wir unseren höchsten Punkt für heute erreicht.



Foto: Unser höchster Punkt für heute, die Gollingscharte auf 2363 m

Von hier ist der Hochgolling mit 2 ½ Stunden angeschrieben. Silvia würde der Gipfel schon jucken, doch dafür sind wir zu spät dran. Wir machen eine kurze Pause und essen ein Stück Kuchen. Immer noch ist das Wetter perfekt und die Fernsicht sagenhaft. Ab nun geht es bis zur Gollinghütte bergab. Zu unserer Verwunderung ist der Weg in einem sehr schlechten Zustand. Wie wir dann später von Herta, der Hüttenwirtin, erfahren haben, war vor einigen Wochen ein Felssturz, der den Weg teilweise verschüttet hat. Man kann von Glück sprechen, dass bei diesem stark begangenen Weg nichts passiert ist.



Foto: Endlich, nach 600 Höhenmeter bergab, erreichen wir den Talboden „Gollingwinkel“

Das letzte Stück führt über den wunderschönen Talschlussboden des Gollingwinkels, wo zahlreiche Pferde gemütlich weiden. Hier werden wir von Andi und Ulli empfangen, mit Kuchen versteht sich;-) Die beiden sind ein Teil des Teams der Fa. Hyphen. Wir testen bereits den gesamten Weitwanderweg die Sportbekleidung der Fa. Hyphen und sind von der Qualität und dem Design begeistert. Gemeinsam wandern wir zur Gollinghütte und haben dabei Zeit, uns auszutauschen und ein paar Fotos zu machen. Eine Überraschung hat Andi auch noch für uns mit: eine neue Wanderhose und zwar die 45igste von insgesamt nur 300 Stück – Vielen Dank!!!!

PS: Die neue blaue Wanderhose werdet ihr demnächst auf einem Foto erkennen.

 

Fazit: Zwei Scharten und der Hochgolling zum Greifen nah.

 

Einkehrtipp während der Wanderung:

Landawirseehütte
Josef Schiestl
A-5574 Göriach, Hintergöriach 74
Tel.: 0043 676 7785375
landawirseehuette@gmx.at
www.landawirseehütte.com

 

Unser Einkehr- und Nächtigungstipp:

Gollinghütte (1872 m)
Herta und Herwig Reiter
Hüttentel.: 0043 676 5336288
info@gollinghuette.com
www.preintaler.at

Ausstattung:
12 Betten
88 Matratzenlager

Geöffnet von Mitte Juni bis Anfang Oktober

 

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In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

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