13. Etappe: Von Neumarkt zur Tonnerhütte

13. Etappe: Von Neumarkt zur Tonnerhütte

Geschrieben am 26.09.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Dienstag, 25.09.2018

Wanderdaten:

  • 5 ¼  Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 7 Stunden)
  • Ca. 22 Kilometer und ca. 920 Höhenmeter im Auf- und 200 im Abstieg
  • Omas Suppentopf unterwegs beim Hirschenwirt
  • Kärntner Kasnudel mit Salat (und als Kärntnerin kann ich sagen: echt guat!)

Bedeutsam für diese Etappe:

  • Weite Wiesen- und Weideflächen
  • Velden, Pörtschach und St. Veit liegen hier im Naturpark Zirbitzkogel/Grebenzen
  • Von Neumarkt bis Mühlen ist der Großteil auf Asphaltstraßen

Weitwanderfinessen:

  • Regenschutz getragen: gar nicht ;-)
  • Körperpflege: Badewanne im Zirbenbadezimmer

 

Heute ist Arbeitsteilung angesagt. Silvia geht die Strecke von Neumarkt nach Mühlen und ich verbringe den Vormittag am Computer. Da wir ja ein Notebook mit über die Berge „schleppen“, können wir auch überall arbeiten. Peter vom Neumarkterhof war so nett und hat mir seinen Frühstücksraum als Büro zur Verfügung gestellt und mich gegen Mittag nach Mühlen gebracht. Full Service sozusagen.



Foto: Pörtschach, Velden und St. Veit – sind wir überhaupt noch in der Steiermark?

Beim Hirschenwirt hab ich eine große Frittatensuppe gegessen und danach wieder meinen Computer ausgepackt und weitergearbeitet. Es ist für mich eine neue Erfahrung, mit Umgebungsgeräuschen zu arbeiten, aber schön langsam gewöhne ich mich daran. Mal schauen, wenn ich wieder in unser Wohlfühlbüro nach Knittelfeld komme, ob es mir nicht zu ruhig zum Arbeiten sein wird.

Einige unserer Blog-Leser kennen uns persönlich und davon wiederum wissen ein paar, dass ich genau drei Witze erzählen kann. Der erste Witz ist der Maturantenwitz, gefolgt vom Blondinenwitz und dem Flug nach Mallorca und der dritte handelt von 2 Freunden, die zum Hirschenwirt gehen.

Und heute verbringe ich meine Mittagszeit beim Hirschenwirt, wenn das kein Zufall ist.

------

Zwei Freunde, Mitte 20, trafen sich und rätselten, was sie an diesem Abend unternehmen sollten.
Sie wurden sich erst nicht einig, aber dann sagte einer:
"Lass uns doch zum Hirschenwirt gehen, die Kellnerin ist scharf und trägt immer eine tief ausgeschnittene Bluse".
Gesagt, getan.

Viele Jahre später, als sie 40 wurden, trafen sie sich wieder und rätselten erneut, was sie an diesem Abend unternehmen sollten.
Sie wurden sich zuerst wieder nicht einig, aber dann sagte einer:
"Lass uns doch zum Hirschenwirt gehen, da isst man sehr gut und die Weinkarte hat ein paar edle Tröpfchen zu bieten!"
Gesagt, getan.

Zwanzig Jahre später, als sie 60 wurden, trafen sie sich wieder und rätselten erneut, was sie an diesem Abend unternehmen sollten.
Sie wurden sich zuerst wieder nicht einig, aber dann sagte einer:
"Lass uns doch zum Hirschenwirt gehen, da ist so eine schöne Aussicht!"
Gesagt getan.

Zwanzig Jahre später, als sie 80 wurden, trafen sie sich wieder und rätselten erneut, was sie an diesem Abend unternehmen sollten.
Sie wurden sich zuerst wieder nicht einig, aber dann sagte einer:
"Lass uns doch zum Hirschenwirt gehen!"
Da sagte ein anderer:
"Gute Idee, da waren wir eh noch nie!"



Foto: Der Hirschenwirt in Mühlen – sehr empfehlenswert

Und nun kein Witz: Beim Hirschenwirt in Mühlen waren wir wirklich noch nie. Der Wirt Hermann ist ausgesprochen nett und das Essen war vorzüglich, vor allem Omas Suppentopf können wir sehr weiterempfehlen.

Gut gestärkt geht es nun bergauf, zuerst noch kurz auf Asphaltstraßen und in Folge auf Forststraßen. Der Weg führt über viele Weide- und Wiesenflächen mit schönen Ausblicken auf die Neumarkter Passlandschaft.



Foto: Verlassene Höfe, die bei der Sommerbeweidung genützt werden

Bei einer verlassenen Hofstelle machen wir eine Pause, setzen uns zur Stallmauer und genießen die Wärme der reflektierenden Mauer. Das Leben kann so schön und einfach sein. Wir trinken Tee und essen ein Zuckerreinkerl und als hochprozentigen Abschluss kosten wir unser Geschenk von Peter, einen Lieslschnaps aus St. Lambrecht.



Foto: Der milde und herbe Lieslschnaps (Fam. Wallner aus St. Lambrecht)

Der Aufstieg zur Tonnerhütte führt über den Übelbach, wo sich schön gepflegte Wälder mit Almflächen abwechseln. Wir genießen die Aussicht, zuerst zurück auf die weichgeformte Passlandschaft, einige Höhenmeter weiter, sehen wir die Gipfel der Schladminger- und Wölzer Tauern, weiß angezuckert. Kurz vor der Tonnerhütte haben wir freie Sicht nach Süden. Die Karawanken und die Julischen Alpen präsentieren sich im Abendlicht. Wir genießen den Ausblick mit den letzten Sonnenstrahlen.



Foto: Eine wunderbare Abendstimmung

In der Tonnerhütte ist es warm und nach dem kalten Wind sind wir froh, gemütlich in der warmen Stube zu sitzen. Wir essen zu Abend und unterhalten uns mit Katharina, der Junior-Chefin, über die Route, übers Wandern und Schneeschuhwandern (mit, wie kann es anders sein, einem Zirbenschnaps).

Wir sind bei den Zirben angekommen. Der krönende Abschluss des Tages: die Zirbenhütte mit einem Zirbenschlafzimmer und einer Zirbenbadewanne!



Foto: Baden im Zirbenbadezimmer bei der Tonnerhütte

 

Unser Einkehr- und Nächtigungstipp:

Tonnerhütte
Familie Ferner
A-8820 Mühlen, Jakobsberg 2
Tel. 0043 3586 30077
www.tonnerhuette.at
info@tonnerhütte.at

 

Einkehrtipp in Mühlen:

Gasthaus Hirschenwirt
Hermann Matschnigg
A-8822 Mühlen, Mühlen 19
Tel. 0043 3586 2228
www.gasthaus-hirschenwirt.at
info@gasthaus-hirschenwirt.at

 

Du möchtest bei aufwandern dabei sein und uns begleiten? Hier geht's zur kostenlosen Registrierung!



In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

Eine Buchvorbestellung ist ab Jänner 2019 möglich!
Bitte sende uns eine E-Mail an office@aufwandern.at.