15. Etappe: Von Obdach zum Salzstiegelhaus und weiter zum Moasterhaus

15. Etappe: Von Obdach zum Salzstiegelhaus und weiter zum Moasterhaus

Geschrieben am 29.09.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Donnerstag, 27.09.2018

Wanderdaten:

  • 5 ½  Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 8 Stunden)
  • Ca. 20 Kilometer und ca. 1170 Höhenmeter im Auf- und 480 im Abstieg
  • Leberknödelsuppe, Schweinsmedaillons im Speckmantel mit Spätzle, Eis

Bedeutsam für diese Etappe:

  • Vom Tal auf den Berg
  • Wunderschöne Waldwege und weiche Bergrücken auf der Stubalpe
  • 360° Rundblick vom Speikkogel

Weitwanderfinessen:

  • Regenschutz getragen: gar nicht ;-)
  • Körperpflege: Dusche im Zimmer
  • Waschmaschine … Unsere Wäsche ist wieder super frisch und sauber.

 

Heute starten wir direkt in Obdach. Mehr als 1000 Höhenmeter im Aufstieg liegen vor uns. Die „Zirbenland-Anna“, wie sie auch liebevoll genannt wird, begleitet uns bereits den zweiten Tag. Vorm Groggerhof sprühen wir die Bergschuhe ein. Bei Annas Schuhe war dieses Service längst überfällig ;-)

Beim kleinen, sehr feinen Lebensmittelgeschäft in Obdach, direkt am Hauptplatz, kaufen wir eine Jause und schauen uns gleich den daneben liegenden Bauern-Genussladen Mandl an. Brigitte Mandl ist ebenso gerne in den Bergen unterwegs, auch im Ausland. Wir unterhalten uns über Madeira, eine Wanderdestination, die von ihr auch bereits erwandert wurde. Wir waren mittlerweile drei Mal auf Madeira und können diese Insel sehr empfehlen.



Foto: Im Bauern-Genussladen Mandl in Obdach

Gegen 10.00 Uhr geht es los. Vorerst einige Asphaltkilometer, wobei das beim Weitwandern einfach dazugehört. Man marschiert so vor sich hin und kann dabei seinen Gedanken freien Lauf lassen. Einer der Vorteile beim Weitwandern ist, dass man die Verbindungen, oder besser gesagt Distanzen, zwischen den Ortschaften erst richtig wahrnimmt. Die letzten Tage hatten wir ganz viele Berg- und Talverbindungen. Erst gestern sind wir von Neumarkt über die Seetaler Alpen nach Obdach gewandert und heute geht es wieder bergauf auf die Stubalpe.



Foto: Zuerst auf Asphalt- und später auf Schotterwegen, vorbei an gepflegten Bauernhöfen

Ein wunderschöner Aufstieg in Richtung Weißensteinhütte, wo sich Wald- und Wiesenflächen abwechseln. Wir wandern bei gepflegten Bauernhöfen, mit liebevoll gestalteten Garten- und Außenbereichen, vorbei. Was wir vorher noch nie gesehen haben, ist ein Holzhaus, das durch und durch aus geschlichtetem Holz besteht. Eine Konstruktion, die man einfach gesehen haben muss.



Foto: Eine richtige Holzhütte – die muss man gesehen haben ;-)

Nach und nach gewinnen wir an Höhe und verlassen das bewohnte Gebiet. In der Ferne erkennen wir bei schönstem Herbstlicht die Seetaler Alpen, die wir erst gestern überschritten haben. So weit weg und doch so nah. Wir können stolz auf uns sein!



Foto: Blick zurück zum Zirbitz

Bald haben wir unser erstes Etappenziel erreicht, die Weißensteinhütte. Hier machen wir eine längere Pause, es ist schön warm und auf den Holzbänken vor der Hütte geht sich sogar ein kurzes Mittagsschläfchen aus. Zwischendurch tut es einfach gut, die Beine hochzulagern. Weiter geht es über einen wunderschönen Wanderweg, unterm Ameringkogel und Weißenstein vorbei, zum Speikkogel. Es ist so schön, dass man es oft gar nicht in Worte fassen kann. Wir schauen in Richtung Süden und erkennen bereits Teile der morgigen Etappe.



Foto: Wir wandern Richtung Speikkogel – im Hintergrund rechts der Peterer Riegel.

Der 360° Rundumblick auf dem weiten Gipfelbereich des Speikkogels spricht für sich. Einer der Vorteile, im Herbst zu wandern, ist die wunderbare Fernsicht. Wenn wir so in die Ferne schauen, sehen wir Teile der Nordroute, die wir vor nicht allzu langer Zeit gewandert sind.


Video: Anna erzählt von ihrer ersten Weitwandererfahrung

Ab hier begegnen uns auch einige Wanderer und Anna berichtet von ihrer ersten Weitwandererfahrung, bevor wir den Abstieg zum Speichersee und weiter zum Salzstiegelhaus machen.



Foto: Traumhafte Abendstimmung beim Speicherteich

Es war ein wunderschöner Tag und ebenso schön ist die Abendstimmung. Noch ein paar Fotos und dann kehren wir beim Salzstiegelhaus ein. Anna verabschiedet sich von uns und wir düsen mit zwei Fahrrädern zum Moasterhaus.



Foto: Zum Schluss geht’s noch mit dem Fahrrad zu unserem Quartier, dem Moasterhaus – Danke Andreas fürs Borgen

 

Fazit: Die schönste Überschreitung der Stubalpe

 

Unsere Einkehr- und Nächtigungstipp:

Moasterhaus
A-8584 Hirschegg, Hirschegg 241
Tel.: 0043 3141 2160
info@salzstiegl.at
www.salzstiegl.at

 

Salzstiegelhaus (1553 m)
Andreas Köck
8741 Weißkirchen
Tel.: 0034 3141 2248
salzstiegelhaus@aon.at
www.salzstiegelhaus.at

 

Einkehrtipps unterwegs:

Weißensteinhütte (hat jetzt nicht mehr geöffnet)
8742 Obdach, Kleinprethal 20
Tel.: 0043 664 2439459

 

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In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

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