17. Etappe: Von der Pack über die Weinebene nach Glashütten

17. Etappe: Von der Pack über die Weinebene nach Glashütten

Geschrieben am 01.10.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Samstag, 29.09.2018

Wanderdaten:

  • 7 Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 9 Stunden)
  • Ca. 27 Kilometer und ca. 1190 Höhenmeter im Auf- und  1000 im Abstieg
  • Schlickkrapferlsuppe, gebackenes Fischfilet mit Kartoffel und Salat, Topfen-Himbeertorte

Bedeutsam für diese Etappe:

  • Eine sehr lange Etappe
  • Windpark auf der Handalm
  • Von der Hebalm bis zur Weinebene keine Einkehrmöglichkeit

Weitwanderfinessen:

  • Regenschutz getragen: gar nicht
  • Körperpflege: Dusche im Zimmer

 

Um 6.01 Uhr geht der Wecker ab. Aber heute fällt uns das Aufstehen besonders schwer, da der gestrige Abend einfach sooooooo lustig war - siehe Blog Etappe 16 ;-)

Hermi hat uns gestern noch den Wasserkocher und die Kaffeemaschine gezeigt und so haben wir bereits um 6.15 Uhr einen frischen Kaffee getrunken. Heute geht alles ein bisschen langsamer, aber es geht. Wir schreiben unsere wichtigsten Aufzeichnungen zusammen und frühstücken dann mit Hermi gemeinsam. Auf der Pack ist es neblig und keineswegs einladend zum Rausgehen. Wir motivieren uns, packen alles zusammen und los geht´s. Nach und nach lichten sich die Nebelfelder und die Sonne setzt sich gegen Mittag durch.



Foto: Anfänglich war es neblig, doch dann setzt sich wieder die Sonne durch

Wir kommen beim „Steinernen Weibl“ vorbei, wobei es sich hier, einer Sage nach um ein verzaubertes Weib handelt. Vielleicht ist es aber doch ein Grabstein oder Grenzstein aus dem Mittelalter oder womöglich ein keltischer Kultstein. Was auch immer dieser Stein ist, eine willkommene Abwechslung am Weg auf jeden Fall.



Foto: „Das steinerne Weibl“

Die heutige Etappe führt hauptsächlich durch Waldflächen. Ein großes Kompliment müssen wir den Wegverantwortlichen hier aussprechen. Die Wege sind eindeutig und sehr gut markiert. Es ist schon angenehm, wenn man die Wegführung gut erkennen kann. Wir haben zwar den gesamten GPS-Track auf dem Handy und auch auf dem GPS, aber trotzdem ist es viel leichter, wenn der Weg deutlich markiert ist.



Foto: Zwischendurch wandern wir entlang romantischer Wiesenwege

Heute steht uns eine sehr lange Etappe bevor und es ist wichtig, sich die Wegstrecke gut einzuteilen. In so einem Fall ist es besser, wenige Pausen zu machen und ca. 2 Stunden durchzuwandern, da sonst die Strecke immer länger statt kürzer wird. Wir kommen bei vereinzelten Höfen und Häusern vorbei und freuen uns schon auf die Ankunft am Passübergang Hebalm.



Foto: Eine interessante Architektur auf einer kleinen Lichtung

Es ist kühl und die Haube vertragen wir ganz gut, somit freuen wir uns umso mehr, dass die Gifthitt´n offen hat. Seit einem Jahr sind hier neue Pächter, Renate und ihr Sohn Daniel betreiben diesen Betrieb.



Foto: Willkommen in der Steiermark – hier auf der Hebalm

Beim Steiermarkherz müssen wir einfach ein Foto machen und dann geht es weiter. Laut Wanderdaten sind heute ca. 1000 Höhenmeter bergauf und bergab. Bis jetzt haben wir noch nicht das Gefühl, viele Höhenmeter gemacht zu haben. Es geht zwar immer leicht bergauf, aber die Steigungen spüren wir kaum und das trotz des gestrigen Abends. Sehr verwunderlich ;-)

Bei Kilometer 16 machen wir eine längere Pause und essen genüsslich die von Hermi gerichteten Jausenbrote, mit einem Apfel und Nüsse dazu. Seit ein paar Tagen haben wir immer Tee mit. Wenn es kühler wird am Berg, ist ein warmer Tee genau das Richtige.



Foto: Von Osten her ziehen Nebelschwaden

Kurz bevor wir auf die Handalm kommen, geht es etwas steiler bergauf. Endlich Höhenmeter ;-) Ein kurzer Aufstieg und dann sind wir über der Baumgrenze und haben freie Sicht nach Kärnten. Gegen Osten her zieht Nebel und kühler Wind auf. Hier ist ein sehr großer Windpark, mit 13 Windrädern, entstanden. Der Wanderweg führt in unmittelbarer Nähe der Windräder vorbei. Wir sind auf ca. 1800 m Seehöhe und steigen nun auf die Weinebene ab.



Foto: Die Windräder auf der Handalm

Beim Abstieg sehen wir Infotafeln, die im Zuge des Koralm-Kristall-Trails entstanden sind. Kurz und sehr informativ beschrieben. Der Koralm-Kristall-Trail führt vom Gaberl auf die Soboth und ist ca. 76 km lang und es sind 2500 Höhenmeter zu bewältigen.



Foto: Die Infotafeln des Koralm-Kristall-Trails

Uns trennen nur noch ca. 1 ½ Stunden Gehzeit von unserem Ziel Glashütten. Bei der Weinebene noch eine kurze Teepause und weiter geht’s. Die Tage werden schön langsam kürzer und somit beschleunigen wir beim Abstieg noch etwas. Die Abendstimmung ist ganz besonders, die Sonnenstrahlen kommen vereinzelt durch die Wolkendecke durch. Einige Gämsen sehen wir auch noch, die uns ganz ruhig von der Ferne beobachten.

Beim Almwirt angekommen, erwartet uns einerseits ein sehr gutes Essen und anderseits empfängt uns Herr Schmuck, der uns nach dem Essen in seine Pension bringt. Ein langer und traumhaft schöner Tag geht zu Ende.



Foto: Ein Blick zurück Richtung Weinebene – mystische Abendstimmung

 

Fazit: Eine lange und wunderschöne Wanderung

 

Unsere Einkehr- und Nächtigungstipp:

Pension Schmuck
8530 Deutschlandsberg, Glashütten 82
Tel. 0043 3461 242
pension-schmuck@glashuetten.at
http://www.glashuetten.at

 

Einkehrtipps unterwegs:

Alpengasthof Weinofenblick
Ramic Sukrija
9413 St. Gertraud, Weinebene 60
Tel. 0043 664 3629708
weinofenblick@gmx.at

 

Almwirt
Familie Lenz
8530 Trahütten, Rostock 33
Tel. 0043 3461 505
www.almwirt.st

(Dieser Betrieb wird nächstes Jahr geschlossen)

 

Du möchtest bei aufwandern dabei sein und uns begleiten? Hier geht's zur kostenlosen Registrierung!



In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

Eine Buchvorbestellung ist ab Jänner 2019 möglich!
Bitte sende uns eine E-Mail an office@aufwandern.at.