22. Etappe: Vom Remschnigg nach Leutschach

22. Etappe: Vom Remschnigg nach Leutschach

Geschrieben am 09.10.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Wanderdaten:

  • 4 ½ Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 7 ½ Stunden)
  • Ca. 18 Kilometer und  510 Höhenmeter im Auf- und 790 im Abstieg
  • Suppentopf, Spaghetti, Gemüsestrudel

Bedeutsam für diese Etappen:

  • Sveti Duh - die Kirche zum Heiligen Geist, unser erstes Ziel ist von Beginn an sichtbar
  • Einige Buschenschänken am Weg, dadurch kann die Wanderung deutlich länger dauern
  • Südlichster Punkt der Steiermark

Weitwanderfinessen:

  • Regenschutz getragen: gar nicht
  • Körperpflege: Dusche im Zimmer

 

Wir schlafen in Leutschach und lassen uns vom neuen Taxidienst „IST-Mobil“ shutteln. Bis jetzt war es ja immer so, dass wir jede Nacht am Etappenende geschlafen haben. Sicherlich unterbricht es das Gefühl vom Weitwandern, aber es ist sehr angenehm, mit einem leichten Tagesrucksack zu wandern.

Beim Serschenhof angekommen, unterhalten wir uns mit Gregor und Bettina bezüglich Weitwanderer und Unterkünfte. Seit sie den Hof übernommen haben, hat sich auch einiges geändert. Im Video stellen sie ihre Jausenbox vor. Sie sind mit Leidenschaft bei ihrer Arbeit, dem Hof und den Produkten und haben noch viele innovative Ideen rund um den Serschenhof geplant.


Video: Gespräch mit Gregor und Bettina über ihre Jausenbox

Ein interessantes und nettes Gespräch und wieder einmal vergeht die Zeit wie im Flug. Gegen Mittag starten wir mit der eigentlichen Wanderung und alsbald verzehren wir die Jause vom Serschenhof. Gewandert sind wir heute noch nicht viel, aber dafür umso hungriger. Wir suchen uns ein schönes Jausenplatzerl und genießen die qualitativ hochwertigen Produkte von Bettina und Gregor. Es ist angenehm warm, die Sonne scheint uns ins Gesicht und die Landschaft mit den Weinbergen versprüht eine wohltuende Ruhe.



Foto: Viele reife Äpfel am Weg

Weiter geht´s. Bereits nach kurzer Zeit kommen wir beim Bauernhof Hartmann vorbei. Die Hartmanns kennen wir auch von unserem Schneeschuhführer. Wir können einfach nicht vorbeigehen und die Seniorchefin ist auch zu Hause. Auch hier hat sich einiges getan, die Zimmervermietung und den Ausschank gibt es nicht mehr. Gemeinsam trinken wir einen Kaffee und unterhalten uns über die Veränderungen bei ihr am Hof.



Foto: Die weiche Landschaft und der Wein laden zum Trödeln ein

So, schön langsam sollten wir in die Gänge kommen, da auch bei der heutigen Etappe eigentlich keine Zeit zum Trödeln bleibt. Seit wir in der Südsteiermark angekommen sind, haben wir den „Lassen-wir-uns-Zeit-Modus“ aktiviert, daher geht alles ein bisschen langsamer. Es liegt nicht nur an uns, sondern auch an der Wärme, den Weingärten und den Menschen mit ihrer Geselligkeit.

Wie sagt man so schön, aller guten Dinge sind DREI. Nach einer guten halben Stunde Gehzeit, kurz vorm Aufstieg zur Kirche Sveti Duh, kommen wir zum Weinbauernhof Dobay, Familie Postl.



Foto: Vater und Sohn zeigen uns sehr stolz ihre Weingärten

Wir hatten wirklich nicht vor, einzukehren, aber oft kommt es anders und das ist gut so. Die Postl´s sind speziell gastfreundliche Menschen und wir fühlen uns hier sofort wohl. Sie haben uns von der Spezialabfüllung „RAMSAUER“ erzählt, uns den Weingarten gezeigt und selbstverständlich auch ihre Produkte verkosten lassen. Die zwei Brüder, Walter und Hannes und ihr Vater Franz werden uns immer in Erinnerung bleiben. DANKE, es war ein schönes Erlebnis bei euch.



Foto: Bekannt und von weitem her sichtbar, Sveti Duh

Außerdem geht es sich mit ein bisschen Alkohol sicher leichter. Das glaubt man aber nur.  Der Aufstieg zur Kirche Sveti Duh war richtig anstrengend, aber nach einer halben Stunde ist es schön langsam wieder gegangen. Mein Papa hat einmal gesagt: „Wer saufen kann, kann auch arbeiten!“  Somit… Gehen wir weiter ;-) Der Wanderweg führt teilweise entlang der Grenze und dann kommen wir zum südlichsten Punkt der Steiermark, mitten im Wald, wie soll es auch anders sein, im Grünen Herzen Österreichs.



Foto: Willkommen in Österreich, willkommen in der Steiermark

Es ist mittlerweile schon später Nachmittag und wir wandern etwas flotter, damit wir den Abstieg noch bei Tageslicht schaffen. Der Weg ist wunderschön, mal Forstwege, mal Wanderwege, mal Wald und zwischendurch eine traumhafte Aussicht. Der Klapotetz, die Weingärten und die Südsteiermark im Licht der „Blauen Stunde“, so schön kann Weitwandern sein. Die letzte ¾ Stunde gehen wir im Dunklen auf Leutschach zu und kommen kurz nach halb acht bei unserer Unterkunft, dem Rebenlandhof Resch, an. Zuerst einen großen Sodaradler und dann ein gutes Abendessen.

Ein wunderschöner Tag in der Südsteiermark neigt sich dem Ende zu.



Foto: Einfach nur schön

 

Fazit: Eine Wanderung durch Weinberge und „vorbei“ an Buschenschänken kann mitunter länger dauern.

 

Unser Einkehr- und Nächtigungstipp in Leutschach

Rebenlandhof
Bernadette Resch
8463 Leutschach, Ehrenhausnerstraße 1
Tel.: 0043 3454 271
info@rebenlandhof.at
www.rebenlandhof.at

 

Unsere Einkehrtipps unterwegs:

Serschenhof
Gregor und Bettina Tertinjek
Jausenbox im Kräutergarten
Tel.: 0043 664 22 77 480
8463 Leutschach, Remschnigg 57
info@serschenhof.at
www.serschenhof.at

 

Buschenschank Dobay

Walter Postl
8463 Leutschach, Großwalz 16
Tel.: 0043 3465 6581
Mob.: 0043 664 7347 2034
www.dobay.at

 

Du möchtest bei aufwandern dabei sein und uns begleiten? Hier geht's zur kostenlosen Registrierung!



In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

Eine Buchvorbestellung ist ab Jänner 2019 möglich!
Bitte sende uns eine E-Mail an office@aufwandern.at.