3. Etappe: Von Schladming zur Giglachseehütte

3. Etappe: Von Schladming zur Giglachseehütte

Geschrieben am 16.09.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

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Samstag, 15.09.2018

Wanderdaten:

  • 6 Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 8 Stunden)
  • Ca. 21 Kilometer und 1300 Höhenmeter im Aufstieg und 900 im Abstieg (wobei wir ca. 700 Höhenmeter zusätzlich mit der Hochwurzen Gipfelbahn als Aufstiegshilfe geschafft haben)
  • Frittatensuppe und Putengeschnetzeltes mit Reis und Topfenstrudel mit Vanillesauce

Bedeutsam für diese Etappe:

  • Keine Einkehrmöglichkeit für 6 Stunden Gehzeit
  • Keine Quelle unterwegs
  • Schwierige, lange Höhenrückenwanderung
  • Alternative bei Schlechtwetter: Aufstieg über Ursprungalm

Weitwanderfinessen:

  • Körperpflege: Warmwasserdusche um € 5,--
  • Regenschutz getragen: gar nicht ;-)
  • Schlafplatz im 20ig-er Lager bei der Giglachseehütte

 

Der Wecker läutet um 3.30 Uhr, da der Zug bereits kurz nach 5.00 Uhr fährt. Scheinbar hat die ÖBB die Zugzeiten geändert, da wir das letzte Mal erst gegen 6.00 Uhr in der Früh weggefahren sind. Nun ja, so konnten wir „mitten in der Nacht“ in St. Michael eine ¾ Stunde im Warteraum, mit einem Automatenkaffee und der Kleinen Zeitung, verbringen.



Foto: Morgenstund´ hat Gold im Mund!

Mit zwei Mal umsteigen kommen wir bereits um 8.00 Uhr in Schladming an und gönnen uns vorerst ein Frühstück in einer Bäckerei. Der Tag kann beginnen!  Mit Schinken, Käse, Ei, Marmelade, Nutella, Tomaten, Paprika und frischem Gebäck fühlen wir uns viel besser.



Foto: Wir sind sichtlich zufrieden… ein Frühstück in Schladming und der Tag kann beginnen

Da wir bei der 2. Etappe nur bis Schladming gegangen sind, machen wir heute die Mehrkilometer von Schladming bis zur Talstation der Hochwurzen Gipfelbahn. Das Wetter schaut vielversprechend aus und daher starten wir völlig stressfrei. Die Etappen in den Schladminger Tauern sind wetterabhängig. In den nächsten Tagen soll es sehr schön und warm werden und aus diesem Grund freuen wir uns auf die 6-tägige Überschreitung bis in die Krakau.


Video: Auffahrt mit der Hochwurzen Gipfelbahn – eine willkommene Aufstiegshilfe

Buntes Treiben herrscht hier rund um die Tal- und Bergstation. Viele Tagesgäste sind unterwegs und nutzen das perfekte Herbst-Wanderwetter. Wir wandern in Richtung Guschen und bereits nach den ersten Höhenmetern wird es deutlich ruhiger.

 



Foto: Eine traumhafte Aussicht, mit Blick auf Schladming und das Dachsteinmassiv im Hintergrund.

Die Wegstrecke bis zum Gipfel der Guschen ist uns vom Winter her vertraut, da wir hier eine Wanderung in unserem Schneeschuhführer über die Steiermark veröffentlicht haben. Ab dem Gipfelkreuz der Guschen beginnt für uns Neuland. Der Weg ist an einigen Stellen ausgesetzt und felsig und dadurch für Weitwanderer, aufgrund des schwereren Rucksackes, mitunter eine Herausforderung. Bei gutem Wetter ist diese Kammwanderung ein wahrer Genuss. Die Wegführung ist eindeutig und der Ausblick in die Täler und Gipfel beeindruckend.



Foto: Ein wunderschön angelegter Weg, mit einigen schwierigen Passagen

Wir sind auf dem Höhenweg bereits 4 Stunden reine Gehzeit unterwegs und haben das Gefühl, das der Weg kein Ende nimmt. Vielleicht liegt es am Schlafdefizit der letzten Nacht, daher an dieser Stelle gleich ein Tipp für alle Weitwanderer: Genügend Schlaf ist wichtig!

Die attraktive Landschaft und die herrlichen Ausblicke lenken uns von der Müdigkeit und dem spürbar schweren Rucksack ab.



Foto: Ein harmonischer Weg in einer bizarren Landschaft

Nach 6 Stunden Gehzeit und einem ständigem Auf und Ab sehen wir die Giglachseen mit der Ignaz-Mattis-Hütte. Das Abendlicht, das Wasser und die gletschergeformte Landschaft erinnern uns an die Lofoten in Nordnorwegen. Wir schlafen heute nicht bei der Ignaz-Mattis-Hütte, dem eigentlichen Endziel dieser Etappe, sondern bei der 20 Minuten entfernten Giglachseehütte.



Foto: Die Giglachseen im schönen Abendlicht

 

Fazit: Eine Höhenwanderung vom Feinsten, gutes Wetter vorausgesetzt!

 

Unser Einkehrtipp unterwegs:

Hochwurzenalm
Tel.: 0043 3687 61666
www.hochwurzen.at

 

Unser Einkehr- und Nächtigungstipp:

Giglachseehütte (1956 m)
Christina und Hans-Jörg Sieder
Hüttentel.: 0043 664 9088188
www.giglachsee-huette.at
30 Lager und 8 Betten, Dusche, ganztägig warme Küche
Mittwoch Ruhetag

Geöffnet Mitte Juni bis Ende September (wetter- und schneeabhängig)

 

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In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

Eine Buchvorbestellung ist ab Jänner 2019 möglich!
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