7. Etappe: Von der Preintalerhütte bis zur Putzentalalm

7. Etappe: Von der Preintalerhütte bis zur Putzentalalm

Geschrieben am 20.09.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Mittwoch, 19.09.2018

Wanderdaten:

  • 5 Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 7 Stunden)
  • Ca. 10 Kilometer und 870 Höhenmeter im Auf- und 1100 im Abstieg
  • Kaspressknödelsuppe, Kürbissuppe, Almhasenragout mit Nudeln und Salat und einen Kaiserschmarrn (auf offener Feuerstelle zubereitet)

Bedeutsam für diese Etappe:

  • Wunderschöne Wanderung von Kar zu Kar
  • Bei Nässe ist bei manchen Passagen erhöhte Vorsicht geboten
  • Alternative bei Schlechtwetter: Abstieg von der Preintalerhütte

Weitwanderfinessen:

  • Körperpflege: Warmwasserdusche im Freien – die schönste Dusche vom Gletscher zum Wein
  • Regenschutz getragen: gar nicht ;-)
  • Mini-Almhütte mit 2-Bett-Zimmer

 

Die Nacht war sensationell ruhig und wir haben von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr genüsslich geschlafen. Laut Wetterbericht sollte es heute nachmittag regnen und aus diesem Grund möchten wir so früh wie möglich aufbrechen. Der Wetterbericht ist so ein Thema, über das wir bereits mit mehreren Hüttenwirten diskutiert haben. Wenn die Prognosen nicht gut sind, bleiben die Wanderer aus und das ist mittlerweile eine Herausforderung für Hüttenbetreiber.



Foto: Beim Aufstieg haben wir ein herrliches Licht- und Schattenspiel

Die ersten 600 Höhenmeter sind wir auf der Schattseite unterwegs. Am Waldhorntörl geht´s über die Landesgrenze und dann kommen wir sozusagen in Salzburg auf die Sonnseite, wo wir uns ein gemütliches Platzerl zum Frühstücken suchen. Unsere Vormittagsruhe, mit Ausblick auf den Anger- und Zwerfenbergsee, wird von fünf sportlichen Lungauern aufgelockert. Nach einem netten Austausch mit den wichtigsten W-Wanderfragen (Woher? Wohin?), geht es weiter bei Kaiserwetter in Richtung Kaiserscharte auf 2298 m. Es ist wunderschön und warm, aber wie sollte es anders sein, wenn Engel reisen, oder besser gesagt WANDERN ;)



Foto: Fünf sportliche Lungauer auf dem Weg zum Waldhorn

Kleiner Exkurs: WEITWANDERN in der Praxis

Pflegeprodukte sind beim Weitwandern ein wichtiges Thema. Die Menge soll passen, das Gewicht möglichst gering sein und trotzdem will man auf seine gewohnten Kosmetika nicht verzichten. Unser Toilette-Plastiksackerl besteht aus Zahnbürste, Zahnpasta, Haarbürste, Shampoo, Hand- und Fußcreme sowie Muskel- und Gelenksbalsam – alles in kleinen Mengen, versteht sich.

Das Shampoo ist noch unverbraucht, da wir keinen Fön dabei haben. Da hilft nach mehreren Tagen nur noch eine Kappe… Umso mehr freuen wir uns auf unser morgiges Etappenziel, wo wir im Hotel Stigenwirth nächtigen werden. Nach fünf Hüttennächtigungen eine willkommene Abwechslung, wo wir ein Körper- und Wäsche-Rundum-Service in Anspruch nehmen werden.



Foto: Unsere Zirben-Pflegeprodukte aus dem Zirbenland begleiten uns am Weg

Die letzten Tage waren wir hauptsächlich in der alpinen Höhenstufe unterwegs und heute steigen wir auf knapp 1300 m Seehöhe ab. Der gepflegte Wanderweg führt durch eine Latschen- und Erlenvegetation mit vereinzelten Ebereschen und Birken. Eine schöne Abwechslung zu dem steinigen Gelände. Wir überlegen beim Hinuntergehen bereits, was wir bei der Alm alles essen könnten und fragen uns, ob es einen Kaiserschmarrn geben wird.



Foto: Kaiserschmarrn am offenen Feuer, eine Besonderheit

Bei der Hütte angelangt, bereitet Simone gerade am offenen Feuer einen Kaiserschmarrn zu – wir sind begeistert. Unsere Nachspeise steht fest! Nach dem Essen zeigt sie uns unsere Unterkunft, eine kleine Hütte, die aus zwei Zimmern besteht und nur wenige Meter vom Haupthaus entfernt ist.



Foto: Eine Hütte mit zwei Zimmern und der Dusche hinterm Haus

Aber das Beste kommt zum Schluss! Hinter der Hütte befindet sich eine Freiluft-Dusche. Es ist ein warmer Spätnachmittag und so genießen wir im Freien das gleichmäßig fließende heiße Wasser mit Blick auf Lärchen und Latschen. Diese Art zu duschen, können wir allen nur empfehlen, eine herrliche Erfahrung und ein guter Abschluss für den heutigen Tag!



Foto: Freiluft–Dusche auf der Putzentalalm – ein TRAUM

 

Fazit: Eine äußerst reizvolle Etappe abseits der Touristenströme in den Schladminger Tauern

 

Unser Einkehr- und Nächtigungstipp:

Schutzhütte Putzentalalm (1356 m)
Simone und Reinhard Schwab
Hüttentel.: 0043 664 9262200
hasenreini@gmail.com

Ausstattung:
11 Betten, aufgeteilt auf 4 Zimmer sowie ein Matratzenlager für max. 8 Personen

Geöffnet von Anfang Juni bis Mitte Oktober

 

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In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

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