9. Etappe: Von der Krakauebene nach St. Peter am Kammersberg

9. Etappe: Von der Krakauebene nach St. Peter am Kammersberg

Geschrieben am 22.09.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Freitag, 21.09.2018

Wanderdaten:

  • 5 Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 7,5 Stunden)
  • Ca. 21 Kilometer und 890 Höhenmeter im Auf- und 940 im Abstieg
  • Zanderfilet mit Kartoffel und Gemüse

Bedeutsam für diese Etappe:

  • Ab jetzt kann man auf leichtere Bergschuhe umstellen
  • Bei Kreuzungen muss man wieder auf die Wegführung achten

Weitwanderfinessen:

  • Regenschutz getragen: gar nicht ;-)
  • Körperpflege: Dusche beim Berghof

 

Und täglich grüßt das Murmeltier. Falls jemand diesen Film nicht kennt, bitte unbedingt anschauen. Wir kommen uns auch so vor. Jeden Tag, egal welcher Wochentag, läutet der Wecker um 6.01 Uhr. Der einzige Unterschied: Wir müssen uns beim Aufwachen immer orientieren. Wo sind wir? Eine interessante Erfahrung beim Weitwandern ist, dass man jeden Tag woanders schläft. Sich immer wieder auf eine neue Umgebung, aber vor allem auf eine neue Matratze, einstellen. Heute Nacht konnten wir ohne Schlafsack schlafen und es ist ein befreiendes Gefühl. Frische, wohlriechende Bettwäsche und die Freiheit, die Beine links und rechts auszustrecken, wie man will. Seitenlage, Rückenlage… alles kein Problem.



Foto: Der Stigenwirth liegt wunderschön mitten in der Krakau

In der Früh war Büroarbeit angesagt. Das Programmheft für das Schneeschuh-Festival 2019 ist zum Fertigmachen. Das ist der Vor- und/oder Nachteil des Internets, man kann überall arbeiten ;-) Falls jemand den Termin für das Festival noch nicht eingetragen hat: 18. bis 27. Jänner 2019. Die Programmpunkte werden im Laufe der nächsten Woche online gestellt.

www.aufschneeschuhwandern.at

Das Frühstücksbuffet beim Stigenwirth spielt alle Stückerl. Nachdem alle den Frühstücksraum verlassen haben und wir mit den wichtigsten Arbeiten fertig waren, sind wir noch zum Brunchen für uns alleine. Selbstgemachte Aufstriche, facettenreiche Brotauswahl, zahlreiche Käse- und Schinkensorten, verschiedene Eiervariationen, Müsli, Joghurt, Obst …. Und das ist nur die wichtigste Aufzählung des Buffets.



Foto: Immer wieder sehr schöne Platzerl in der Krakau

Gegen 10.30 Uhr kommen wir erst weg. Das Hochtal der steirischen Krakau ist uns vertraut, sowohl im Sommer als auch im Winter. Wenn man öfters wo war, hat man gleich das Gefühl der Vertrautheit und das ist schön. Der Weg führt durch gepflegte Kulturflächen. Asphalt- und Schotterwege wechseln sich ab, bis wir unsere erste Pause beim Schwimmteich machen. Die Temperaturen laden fast zum Schwimmen ein.



Foto: Wir trinken das erste Mal ein Dracola aus dem Getränkeautomaten am See

Wir bleiben ein bisschen hier, trinken ein Dracola (Murelli) und wandern dann weiter über einen Fitnessparcours zum Günster Wasserfall. Der Kiosk beim Eingang ist geöffnet und so trinken wir gemütlich einen Kaffee. Einige Besucher nutzen das schöne Wetter, um den Wasserfall zu besuchen. Der Wanderweg geht hier in Richtung Schöder weiter. Der Vorteil der letzten Tage war, dass es wenige Kreuzungen gegeben hat und dadurch die Wegfindung einfach ist. Mit Karte,  GPS und dem Track am Handy tut man sich schon viel leichter.



Foto: Die Orientierung ist nicht immer einfach – dafür viele idyllische Wegabschnitte

Gegen 17:30 Uhr kommen wir bei der Jausenstation „Volz Mühle“ in St. Peter am Kammersberg an und unser Quartier befindet sich in Pöllau am Greim beim Gasthof Berghof. Schon ein bisschen weit weg… Aber ein Abholservice ist hier selbstverständlich, und so kommen wir nach einem netten Gespräch mit Gabi, der Tourismusverantwortlichen, so gegen 19:30 Uhr beim Berghof an. Kurt, der Wirt, begrüßt uns freundlich und wir bekommen ein sehr gutes Essen serviert.



Foto: Angekommen in St. Peter am Kammersberg – über dem Greim ziehen bereits die Wolken auf

Wir planen die nächste Etappe. Der Wetterbericht meldet eine Kaltfront in der Nacht und Regen für morgen. Wir überlegen uns, wie wir am schnellsten über die Stolzalpe nach Murau kommen könnten. Die Idee ist, einen Gepäckshuttle zu organisieren, damit wir schneller sind und zudem das Gepäck trocken bleibt. Also organisieren wir mit den Einheimischen an der Theke den Gepäcktransfer – na ja – das kostet natürlich schon ein paar Schnapserl.  Mit viel Spaß und leicht beschwingt schließen wir diese Etappe ab!

       

Fazit: Wanderung durch eine wunderschön gepflegte Kulturlandschaft und Einheimische, die gerne weiterhelfen

 

Einkehrtipp unterwegs:

Kiosk beim Günster Wasserfall
Ronald Wedam
A-8854 Krakaudorf, Künsten 7
ronald.wedam@yahoo.at
Tel.: 0043 664 5494971

 

Unser Einkehr- und Nächtigungstipp:

Der Berghof
Kurt Pieler
Tel.: 0043 3536 8290
8843 St. Peter am Kammersberg, Pöllau am Greim 55
berghof@ctc.at
www.der-berghof.com

 

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In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

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