12. Etappe: Von St. Lambrecht über die Grebenzen nach Neumarkt

12. Etappe: Von St. Lambrecht über die Grebenzen nach Neumarkt

Geschrieben am 25.09.2018
von WEGES - Elisabeth und Silvia

Montag, 24.09.2018

Wanderdaten:

  • 5 ¾  Stunden reine Gehzeit (mit Pausen 7 ½ Stunden)
  • Ca. 22,5 Kilometer und ca. 900 Höhenmeter im Auf- und 1130 im Abstieg
  • Wienerschnitzel mit Pommes (unterwegs beim Grebenzenhaus)
  • Kaspressknödelsuppe und Pizza Siziliana mit Salat in Neumarkt

Bedeutsam für diese Etappe:

  • Die Grebenzenhöhe mit wunderbarer Aussicht
  • Sehenswerte Platzerl: Ursprungquelle und Gragger Schlucht
  • Man kann im Herbst noch lange wandern, auch wenn es bereits kälter wird

Weitwanderfinessen:

  • Regenschutz getragen: gar nicht ;-)
  • Körperpflege: Dusche im Zimmer

 

Wenn man die Wetterwarnungen der letzten Tage nicht genau anschaut und „nur“ die Schlagzeilen liest, hätten wir das Hotel nicht verlassen dürfen. In der Nacht regnete es und in der Früh hat uns der Blick aus dem Hotelzimmer recht positiv gestimmt. Nach einigen organisatorischen Arbeiten verlassen wir gegen 10.00 Uhr das Hotel, um mit der 12. Etappe zu starten. Es ist kühl und die Haube tut gut, aber bereits nach kurzer Zeit ziehen wir die warmen Schichten aus. Kurzärmlig und ohne Haube geht es auf die Grebenzen.

Die Dreiwiesenhütte (1770 m) hat Montag und Dienstag Ruhetag und somit können wir leider nicht einkehren. Gerne nehmen wir aber die extrem coole Schuhputzmaschine in Anspruch und marschieren bei Sonnenschein weiter zum Gipfel.


Video: Die Schuhputzmaschine vor der Dreiwiesenhütte

Von der 1. Grebenzenhöhe hat man einen wunderbaren Blick auf St. Lambrecht. Weiter geht es über die Skipisten bis zum Grebenzenhaus.  Mit großer Freude stellen wir fest, dass das Haus geöffnet hat. Wir werden von Alois, dem Chef des Hauses, sehr freundlich begrüßt und  freuen uns auf eine Pause.



Foto: Der Blick von der 1. Grebenzenhöhe auf St. Lambrecht

Wir sind zwar nicht so hungrig, aber die gemütliche Gaststube und der verführerische Duft aus der Küche sprechen für sich. Und außerdem: Wir essen einfach soooooo gerne, speziell ein Schnitzel ;-)

Eine 10-köpfige Gruppe aus der Südoststeiermark ist auch da und wir kommen ins Gespräch. Die Freundlichkeit und das Engagement dieser Tourismusregion sind uns in sehr guter Erinnerung, dass wir die Damen gleich darauf ansprechen.



Foto: Eine freundliche Gruppe aus der Südoststeiermark auf Kurzurlaub in Naturpark Zirbitzkogel/Grebenzen

Nach einem gemeinsamen Foto vorm Grebenzenhaus beginnt für uns der Abstieg. Zuerst geht es recht steil zur Kirche Maria Schönanger und weiter nach Zeutschach. Wir genießen den wunderschönen und abwechslungsreichen Abstieg mit Blick auf die Seetaler Alpen. Der Wind ist mitunter kalt, aber grundsätzlich für die Jahreszeit ganz normal. Wir sind temperaturmäßig nur etwas verwöhnt, da die letzten Tage, vor allem über die Schladminger Tauern, fast windstill und sehr warm waren.



Foto: Blauer Himmel und ein kühles Lüftchen in Zeutschach

Im Naturpark Zirbitzkogel/Grebenzen haben wir vor 12 Jahren unsere ersten Themenwanderung durchgeführt – eine Eiszeitenwanderung. Mittlerweile veranstalten wir von Mazedonien bis zu den Lofoten (Nordnorwegen) Wanderreisen, konzipieren Wander- und Schneeschuhwochen, schreiben als Autorinnen für den Rother Verlag und veröffentlichen regelmäßig in Zeitungen und Zeitschriften. Die Zeit vergeht und so könnte man sagen, dass wir mit dieser Etappe „zurück zum Ursprung“ gewandert sind ;-)



Foto: Die Ursprungsquelle bei Zeutschach

Von der Ursprungsquelle weiter zum Fischerwirt (heute Ruhetag – leider, denn auf ein Eis hätten wir uns schon gefreut) und von dort wandern wir über die Graggerschlucht in Richtung St. Marein bei Neumarkt. Mittlerweile vertragen wir wieder Stirnband und Haube, da es im Schatten recht kühl ist.



Foto: Wildromantisch – die Etappe führt durch die Graggerschlucht

Das Herbstlicht ist heute besonders schön und es macht richtig Spaß, zu fotografieren. Das letzte Stück führt wieder entlang von Asphaltstraßen nach St. Marein und dann ins Zentrum von Neumarkt. Bei einer guten Pizza und einem Glas Rotwein schließen wir die Wanderung nach 22 Kilometer ab.

Am Abend schreiben wir noch den Wandertipp für die Murtaler Zeitung und kommen dadurch etwas später ins Bett. Also bitte gleich vormerken: Am Donnerstag gibt es unseren 2-tägigen Wandertipp auf die Veitschalpe. Eignet sich perfekt für ein schönes Herbstwochenende.



Foto: Wir wandern auf St. Marein und Neumarkt zu.

 

Fazit: Grebenzen, Ursprungquelle, Graggerschlucht und mystische Waldwege dazwischen.

 

Einkehrtipps unterwegs auf der Grebenzen:

Dreiwiesenhütte (1770 m)
Andrea Kerschbaumer
8813 St.Lambrecht, Auerling 29
Tel. 0043 3585 24110
oder 0043 664 2106070
info@dreiwiesenhuette.at
www.dreiwiesenhuette.at

 

Grebenzenhaus (1660 m)
Astrid und Alois Grasser
Tel. 0043 3585 27559
info@grebenzenhaus.at
www.grebenzenhaus.at
Mittwoch Ruhetag

 

Einkehrtipp unterwegs in Zeutschach:

Gasthof Fischerwirt
Herbert Kölbl
A-8820 Neumarkt, Zeutschach 38
Tel. 0043 3584 2339
info@fischerdorf.at
www.fischerdorf.at

 

Unser Nächtigungstipp in Neumarkt:

Gästehaus Neumarkterhof
Frühstückspension Peter Reif
A-8820 Neumarkt, Hauptplatz 27
Tel. 0043 3584 2287
0043 650 4869046
reif@neumarkterhof.at
www.neumarkterhof.at

 

Einkehr- und Pizzatipp in Neumarkt:

Gasthaus „Zum Bräuer“
Hermine Seidl
A-8820 Neumarkt, Hauptplatz 34
Tel. 0043 3584 2275

 

Du möchtest bei aufwandern dabei sein und uns begleiten? Hier geht's zur kostenlosen Registrierung!



In diesem Sommer und Herbst erwandern wir alle 60 Etappen vom Weitwanderweg und werden nächstes Jahr den Rother Wanderführer „Vom Gletscher zum Wein“ auf den Markt bringen.

Eine Buchvorbestellung ist ab Jänner 2019 möglich!
Bitte sende uns eine E-Mail an office@aufwandern.at.